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Virtuell-reales Kommunikationsforum für bildende Künste, Künstlerporträts, Zeitdokumentation in Mischformen, Typografie, Fotografie, Theater, Musik, Film zeitenwende galerie steht für ein innovatives Konzept: Kultur & Kommunikation eng verwoben, aber wie das tragische Zwillingspaar nach der Geburt getrennt werden auf höchstem Niveau multimedial inszeniert. Der echten Galerie steht eine virtuelle im Internet zur Seite rund um die Uhr geöffnet, von jedem Ort der Welt zu besichtigen. Vernetzte Aktivitäten rund um den Globus schaffen eine dynamische Interaktion zwischen Mensch, Kunst, Kunst-Schaffenden und Kultur-Interessierten. Ganztägig, ganzjährig geöffnet im Internet als Portal für Kultur&Kommunikation www.zeitenwende.com oder bei Veranstaltung in Mainz und aller Welt.
»» zeitenwende (als Initiative für Kultur&Kommunikation) markiert ein sehr lebendiges reaktionsfreudiges Unternehmen mit vielen Facetten: sie dokumentiert, publiziert, vernetzt in Kommunikation mit Firmen, Institutionen, Künstlern und Künstlerinnen, Sammlern und Privatleuten. Event-Dramaturgie für Kunst- und Kulturprojekte, Promotion-Events werden real und intermedial initiiert, gefördert, realisiert. Die »» zeitenwende galerie stellt interessierten Besuchern die jeweiligen Ausstellungsprojekte sowohl in realen Galerieräumen als auch im dazu erarbeiteten virtuellen Kommunikationsportal www.zeitenwende.com im Internet vor. Interessenten nutzen die Website als Informationsplattform. Sie werden persönlich beraten und erfahren die Daten von Künstlern und Künstlerinnen, ihrer Werke und Ausstellungen, Events, Kunstauktionen, Publikationen. Die »» zeitenwende galerie widmet sich aktuellen Ereignissen und ihrer Darstellung, aber auch der Porträtinszenierung im Internet von Künstlern (siehe Robert Alejandro Chi, New York, oder Sieglinde L., Mainz, oder Pfälzische Sezession).
III. BEREITS REALISIERT PROJEKTE Die »» zeitenwende galerie begann schon in den Jahren 2000 und 2001, ihr Profil zu entwickeln und Tendenzen in ihren kreativen künstlerischen Formen sichtbar zu machen Gutenberg und Multimedia Mainz ist die Stadt JOHANNES GUTENBERGS, der das Drucken mit beweglichen, auswechselbaren Lettern erfunden hat; »Herzkammer der Erfindung« ist das Gießinstrument für die Bleilettern. Er öffnete als Urvater mit dem Druck der Gutenberg-Bibel 1455 das Portal für die modernen Multimedia-Techniken. Die Amerikaner kürten ihn anlässlich seines im Jahr 2000 gefeierten 600.Geburtstags zum »Mann des Jahrtausends«. »» zeitenwende galerie NEW YORK / MANHATTAN MAINZ Als der Computerkünstler ROBERT ALEJANDRO CHI aus Manhattan auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler 1993 als Gast an der Jahres-Ausstellung im Rathaus Mainz teilnahm, ahnte er als Mitglied der columnum Arbeitsgemeinschaft Mainz so wenig wie seine neuen Freunde, dass daraus ein nun schon 10 Jahre währender »Transatlantischer Dialog« werden würde. Robert A. Chi findet mit seiner Computerbearbeitung zu dem Bild- bzw. Filmergebnis, das man mit »Third Reality« bezeichnet. D.h. : »(...) reale Bildwelten übersetzt er mit Hilfe von Computer und Laserbelichter und eigenwilligen Druckverfahren in subjektiv-sensitiv wirkende Bildaussageformen« (Andreas Weber). Diese Arbeitsmethode wurde auch sichtbar in seinem nach dem großen Unglück vom 11. September 2001 in Manhattan (wo er auch wohnt und lebt) gedrehten Dokumentar-Film, der in der »» zeitenwende galerie (28.9.2001) vor Presse und Gästen uraufgeführt wurde, nachdem er gerade online via Internet aus New York überspielt worden war. Es ist eine erste künstlerische Absage an Gewalt und Terror, die damit einen wichtigen Programmpunkt der »» zeitenwende galerie begründet. Am 11.9.2002 zeigte der Mainzer Kunstverein Eisenturm das eindrucksvolle Werk. Robert A. Chi und seine Firma DesignSkeptic, Inc. arbeiten ständig und intensiv mit »» zeitenwende galerie zusammen, wenn es um die Gestaltung von Internet-Portalen und interaktiver Kommunikation geht. Einige seiner Bildschöpfungen mit Projektionen und seine Filme sind in den Galerieräumen und im Internet zu sehen. |
»Donate & vote« Künstler und Kunst-Interessierte entwickeln gemeinsam ein Kunstprojekt im Internet Von der Mainzer zeitenwende galerie ein Kunstprojekt gestartet, das den 11.9. zum Anlass nimmt, um eine engagierte Initiative im Bereich Kultur&Kommunikation zu starten. »Unsere Aktion »Kunst gegen Terrorismus« entstand im transatlantischen Dialog zwischen Mainz und New York«, erläutert zeitenwende-galerist Andreas Weber, Ideengeber und Koordinator der Intiative. Der New Yorker Medienkünstler Robert Alejandro Chi hat im September 2001 durch eine interaktive Künstlerdokumentation die tragischen Ereignisse rundum das World Trade Center reflektiert. Zusammen mit Bildwerken aus dem Mainzer Kunstbuch-Projekt »New York Manhattan Zeitenwende«, 1999 von Guido Ludes und Gregor Krisztian geschaffen, bilden sie eine eindrucksvolle multimediale Publikation. Diese Publikation kann über das Internet bestellt werden (http://www.zeitenwende.com). Der Erlös (Verkaufspreis: Euro 50,- pro Exemplar) wird zur Realisierung von Vorschlägen für ein Mahnmal genutzt, die jeder einreichen kann, der sich an der Aktion beteiligt. Auf der Website kann über die besten Vorschläge abgestimmt werden. Eine unabhängige Jury kürt aus den Topten den Gewinner. »Wir wollen bewusst machen, dass erst das künstlerische Wirken und Interpretieren dauerhafte Erinnerungswerte und Anknüpfungspunkte beim Betrachter schaffen kann, die über die von den Medien geschürte Sensationslüsternheit hinausgehen«, erläutert Weber. Die Kunstaktion versteht sich daher auch als Gegenpol zu den bewusst quoten-getriebenen Medienberichten, die oft nur auf Effekte abzielen anstatt Inhalte und Werte zu transportieren. Zur Edition: |
SIEGLINDE LUDES. Filz, seit Joseph Beuys zum künstlerischen Ideenträger erhoben, besticht in den Arbeiten von Sieglinde Ludes durch die Materialfarben braun, weiß, beige, gelb, grau und die verschiedenen Formgebungen, die dem per se nicht aussagefähigen Material konkrete, fast strenge Form verleiht und es den Begriffen »Brief, Monolog, Dialog, aber auch Kugel, Kegel, Mauerstück, Familie, Porträt Guido« unterwirft, ohne ihm sein besonderes Charakteristikum des Haptischen, Flauschigen, Emotionalen zu nehmen. |
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»» Begleitung der Ausstellung im Druckladen Mainz »Alte Buchdeckel in neuem Gewand« durch Website im Internet eines virtuellen Druckladens (Veranstalter: Dr.?Otto Martin, Leiter des Druckladens, Ideengeber der Internet-Präsentation: Andreas Weber, Leiter des Kommunikationsbüros @ndreas WEBer global communication, im Internet unter www.zeitenwende.com ). »» zeitenwende sponsert seit 3 Jahren die Website des Druckladen des Gutenberg-Museums Mainz. Entwickelt wurde das Design von Hendrik Doss und seinem Mainzer Kommunikationsbüro. Im Herbst 2002 konnte die Druckladen-Website auch in englischer Fassung etabliert werden. Der Druckladen kann so seine Reichweite deutlich ausbauen, was auch gelingt, wie Zugriffe aus aller Welt zeigen.
»» GUTENBERGS TRAUM eine virtuell-reale Kult-Tour, die GUTENBERG multimedial im Internet feiert und gestartet ist mit einer Präsentation des bedeutenden international gefragten Schriften- und kalligrafischen Werkes von HERMANN ZAPF, auf CD-ROM erhältlich, ein umfassendes Archiv im Internet. Der Schriftkünstler, der mit seiner Frau, der Schriftkünstlerin Gudrun Zapf von Hesse in Darmstadt lebt, befasst sich auch mit der Digitalisierung von Schriften. Die Vorstellung der CD-Rom erfolgte in einer Diskussion über Anwendung von Schriften mit HERMANN ZAPF, seinem japanischen Kollegen AKIRA KOBAYASHI und dem Multimedia-Kreativ-Star ANETTE SCHOLZ jüngst im Druckladen des Gutenberg-Museums Mainz. »» Bis zur Uraufführung der Oper »G« (Gutenberg) am 23.Februar berichtete die »» zeitenwende galerie in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz gleichzeitig über die Proben in einzigartigen Backstage-Impressionen und Online-Berichten, auch über begleitende Veranstaltungen. Die Oper in zwei Akten mit Prolog und Epilog ist von GAVIN BRYARS komponiert, das Libretto stammt von BLAKE MORRISON und ist ins Deutsche übersetzt von Stephan Kopf, Zelma und Michael Millard. Staatstheaterintendant GEORGES DELNON führte selbst Regie, die Ausstattung liegt in den erfahrenen Händen der international bekannten Bühnenund Kostüm-Bildnerin ROSALIE, die musikalische Leitung hat GERNOT SAHLER. |
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IV. PROJECT NEW YORK ALS MUSTERBEISPIEL FÜR KOMMUNIKATION »» zeitenwende wollte New York einmal ganz anders zeigen, das hatten sie im Sinn: der Maler und Zeichner Guido Ludes, seit 1994 Professor für Künstlerische Grafik an der Fachhochschule Wiesbaden, sein Kollege dort Gregor Krisztian, seit 1984 Professor für Kommunikationsdesign im Fachbereich Gestaltung, und Andreas Weber, seit 1988 Journalist und Buchautor in den Bereichen Marketing, Werbung, Medien, und Berater und Experte für Typografie, Electronic Printing/ Digitaldruck und interaktive Medien. »New York Manhattan Zeitenwende« als ultimatives Kunstbuch Guido Ludes und Gregor Krisztian Guido Ludes hatte bereits Erfahrungen mit der Einzelbild- Camera (Polaroid), die er während eines Freisemesters in einem Atelier in Manhattan 1997 zu furiosen Darstellungen entwickelte anhand von ihm gesuchter und gefundener Techniken, das Material, die Entwicklung zum Polaroidbild künstlerisch zu manipulieren und zu irritieren, um innovative Bildgestaltungen zu erreichen. Aus seinem Malberuf bringt er in die Technik des Sofortbildes künstlerische Medien wie Aquarell, Stift, Ritzungen in die Schichtungen ein, so dass die Fotografie eine malerische visionäre Überwirklichkeit erfährt. Das Projekt NEW YORK MANHATTAN ZEITENWENDE/CHANGING TIMES wurde zu einem grandiosen Buch, außergewöhnlich in der Gestaltung nicht nur der Bildseiten von Guido Ludes, sondern auch der eingestreuten Textstellen von Dichtern und Schriftstellern, die sich auf New York Manhattan beziehen. Herausgeber Andreas Weber hat eine vorzügliche Studie zur Entwicklung der Fotografie und der Kunstszene in New York verfasst. Guido Ludes beschreibt die technischen Methoden, die er erfunden und angewandt hat, Gregor Krisztian gibt dem großformatigen Band seinerseits in der Zusammenstellung ein »»Gesicht«, das man nicht vergisst, und das besonders angesichts der schrecklichen Ereignisse des 11. September vor Augen stellt, was da vernichtet wurde. Das Buch, 1999 auf der Buchmesse sowie im November in New York vorgestellt, ist ein Hymnus auf New York, wie es war und wie es t r o t z d e m ist und hat eine eigene Biographie gewonnen, die wir Ihnen, geneigte Interessenten und Interessentinnen, als beispielhaft für die Kommunikationsarbeit der »» zeitenwende galerie in Einzelheiten vorstellen. Man kann sich kaum eine bessere Information wünschen, als diese, die jedem, der mit der »» zeitenwende galerie eine Vereinbarung trifft, an kühnen Wünschen und ihrer Erfüllung vorschwebt. Aktionsmodule: Buch, Posterserie, Presseveröffentlichungen, Vorträge, Diaserie, Ausstellungen, Forschungsbericht Guido Ludes, Kunsthistorischer Text Andreas Weber (Herausgeber), Musik-CD zum Buch (Kompositionen Peter Knodt), CD-ROM, Homepage: www.zeitenwende.com. 1999 Staatstheater Mainz, Präsentationsveranstaltung für geladenen Sponsoren und Sub- Skribenten, Schirmherr: Ministerpräsident Kurt Beck. Buchmesse Frankfurt/M, Verlagspräsentation der Edition Panorama ZDF-Studio New York, Ausstellung mit Buchpräsentation auf der Digimedia in Düsseldorf, Projektvorstellung Fachhochschule Wiesbaden, Projektvorstellung Literaturcafe Darmstadt, Präsentationsveranstaltung für geladene Sponsoren und Subskribenten; PAPIERWORLD 2000 der Frankfurter Messe, Sonderausstellung Buch/Poster TYPOMEDIA Typografiekongress Linotype Library Mainz Sonderausstellung Buch/Poster Universität Mozarteum Salzburg, Symposion in Bad Goisern, Österreich, Projekt- Vorstellung mit Bild-Ton-Inszenierung Mainzer Kammerspiele Konzertante Ausstellung Peter Knodt Musik und Bilder Photokina 2000, Messe Köln/Polaroid ProFoto-Stand, Ausstellung des Archivs. 2001 Bertelsmann Verlag-Wandkalender + Tischkalender für 2002. Sonderpublikation: »» galerie zeitenwende, Mainz, 09-11 World Trade Center, Dokumentation mit CD-ROM. Preise: Deutscher Designer Club DDC, Museum für angewandte Kunst, Frankfurt/M: Buch-Projekt bei der Jahresauszeichnung des besten Designs in Deutschland Kategorie Bronze. |
VON GUIDO LUDES Das Projekt der »» zeitenwende galerie ist entstanden in einer Art Reflexion thematisch in Mainz aber technisch sehr liiert mit New York. Der Künstler, der New York Manhattan porträtierte, hat sich nun selbst porträtiert und die in New York entwickelte Technik des Umgangs mit der Polaroidkamera auf die Eigen-Inszenierung angewandt und umgewandelt. Das Konvolut der dabei durch Doppelbelichtung, durch Verzögerungsmomente in der mechanischen Entwicklung der Sofortbilder und andere künstlerische Bearbeitung entstandenen Reihungen steht unter dem Titel »Der Vorbildlichkeit ein Ende setzend«. Der Selbstbildnisgedanke ist neu entwickelt. Seit April 2002 sind 180 Arbeiten, die zum Teil in einer Ausstellung des Künstlervereins Eisenturm in den Galerieräumen der Mainzer Volksbank gezeigt worden, über die Adresse der »» zeitenwende galerie zu erwerben. Dazu erschienen ist unter Herausgabe der »» zeitenwende galerie eine im Design ungewöhnlich aufgemachte »Zeitung«. Kai Staudacher und Jenny Harth haben die interpretierenden Texte von Staatstheater-Intendant Georges Georges Delnon (Mainz), dem Philosophen Holger Ostwald (Duisburg), der Kunsthistorikerin Ursula Weber (Mainz) und die Selbststudien von Guido Ludes durch farbige Hervorhebungen, herausgegriffene und -gestellte Zitate zu einem Bild- und Erlebnisbuch gestaltet, in dem keine Seite der andern gleicht und jede ihre eigene Spannung erzeugt. |
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Die künstlerische Publikation »ballettmainz martin schläpfer ein portrait« betritt Neuland. Verleger und Herausgeber Andreas Weber von der Mainzer zeitenwende galerie betont: »Dem Genius von Martin Schläpfer als einem der besten Ballett-Künstler der Welt gerecht zu werden, ist kein einfaches Unterfangen. Durch eine einzigartige Bildsprache, gekoppelt mit Statements von Martin Schläpfer und seiner Ballett-Truppe, gelingt es, die Welt des Tanzens in einem Buch anschaulich zu machen«. Zu verdanken ist dies vor allem auch dem Mentor des Projektes, Professor Guido Ludes, Mainz. Im Rahmen der Diplomarbeit von Marija Zegarac und Karen Imhof an der Fachhochschule Wiesbaden ist das Buchprojekt im Sommer 2002 entstanden. Die Idee war, Martin Schläpfer und sein Ensemble anhand künstlerisch verfremdeter Polaroidbilder zu portraitieren. In einem Zeitraum von vier Monaten entstanden Bilder, die einen einzigartigen Einblick hinter die Kulissen gewähren und auf ihre eigene, charakteristische Art die Abläufe des täglichen Trainings, der Maske und der Aufführung abbilden. Der Bildband zeigt eine besondere Auswahl von Arbeiten, die in enger Zusammenarbeit mit dem Ballettdirektor und den Tänzern entstanden sind. Textfragmente, die im Dialog zu den Bildern stehen und von Martin Schläpfer verfasst wurden, geben dem Buch seine persönliche Note. »Die Herausforderung, flüchtige Bewegungen sekundenschnell in Bildkompositionen zu fassen, hat uns fasziniert«, erklären Karen und Marija. Die Vorstellung des Bildbandes fand im Beisein von 130 Gästen im Foyer des kleinen Hauses des Staatstheaters Mainz statt. Gedruckt wurde das Werk im Herkunftsland von Martin Schläpfer, der Schweiz, bei Rolf Stehle von der Typotron AG in St. Gallen. Bestellt werden kann die exklusive Ausgabe über das Internet http://www.zeitenwende.com/ballettmainz. Die Website zum Buch, realisiert von Webmaster Rainer Fuest, Signalwerk in Mainz, erlaubt eine exzellente Übersicht über das Buch. Rückfragen der Presse sind möglich unter: ballettmainz@zeitenwende.com »ballettmainz martin schläpfer ein portrait«. Herausgegeben von Andreas Weber, gestaltet von Marija Zegarac und Karen Imhof. Mainz, 2002, im Verlag der zeitenwende galerie. Format 17,5 x 17,5 cm, 140 Seiten, mit über 60 Farbabbildungen. Preis: 29,00 Euro plus Versandkosten (5,50 Euro). Die Herausgabe des Buches ist ein Non-Profit-Projekt. Überschüsse aus dem Verkauf der limitierten Auflage fließen dem Ballettmainz zu. |
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»» Ausstellung von Sieglinde Ludes am 18. Januar 2003 in der UFO Gallerie in Bern Ansprache von Andreas Weber »Jeder Mensch ist ein Künstler«. Mit dieser Aussage brachte Joseph Beuys seine Philosophie vom »erweiterten Kunstbegriff« auf den Punkt. »Jeder Mensch ist ein Mensch«, führte der Schriftsteller Michael Ende im legendären (Ravensburger) Diskurs mit Beuys dessen Philosophie weiter. »Jeder Mensch zehrt vom Künstler im Menschen«, kann man feststellen, wenn man Sieglinde Ludes kennt. Sie hat für sich und damit für uns eine Bild- und Objekt-Welt erschaffen, die an Urtümlichkeit und Natürlichkeit kaum zu übertreffen ist. Ihre Materialien, archaisch wunderbar, haptisch erlebbar, optisch faszinierend, ihre Spontaneität, Beobachtungen in neuartiges Kunsterleben zu transformieren, zieht uns in den Bann. Sieglinde Ludes Objekte aus selbst hergestelltem Filz oder selbst geschöpftem Papier, Schattenzeichnungen, Collagen, fossile Abdrücke oder Spuren des Meeresbodens im weichen Grund, all dies sind Unikate, die in ihrer Erscheinungsform atemberaubend sind. Warum? Sie treffen den Nerv, sensorisch und optisch. Sie elektrisieren. Sie verschaffen sich Zugang zu unserem Innersten, tief verborgen in der genetischen Codierung unserer biologischen Seele oder des Zentralnervensystems. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe seit einiger Zeit das Privileg, mit einigen wenigen Objekten von Sieglinde zu leben. Andere umgeben mich in meinem Büro. Man meint, Sieglindes Kunst redet. Mal lauter, mal ganz leise. Besucher sind erstaunt, wenn sie die Filz-Kunstobjekte mit den Händen angreifen dürfen. Ihre Zartheit, ihre Flexibilität, ihre Sprungkraft und Deformationsresistenz schaffen Überraschungsmomente. Und nachhaltige Erinnerungswerte. Wenn ich mich zurückerinnern will, umfasse ich eines meiner Objekte mit beiden Händen, schließe die Augen und bin augenblicklich mitten in Schottland, auf der Isle of Skye. Ich kann den Torf, das Meer und die Schafe riechen, den Wind und den Nieselregen spüren. Und wenn ich loslasse und die Augen öffne, hält dieses Erleben noch eine Weile an. Mystischer und authentischer zugleich kann man Kunst wohl nicht erleben. Zeichnungen von Sieglinde Ludes entrücken uns der Welt. Sie wirken wie verschlüsselte Aufzeichnungen aus dem Universum, die an Grundrisse durch ihre tektonisch-linearen Strukturen erinnern. Man kann sich in ihnen verlieren und zugleich geben sie Orientierung auf dem Weg in neue Erlebniswelten. Sieglinde versteht sich auf die Kunst, auf das wesentliche zu reduzieren und dadurch den Blick auf die Ganzheitlichkeit unserer Existenz zu schärfen. »Reduce to the max«, heißt ein Slogan, der in der Schweiz entwickelt wurde und für Aufsehen in der Werbung sorgte. Sieglinde Ludes zielt nicht auf Effekte. Sensationen liegen ihr nicht. Sie liebt das sinnbetonte, sie liebt Rituale und sie ist Perfektionistin, die an metaphysische Kräfte glaubt: im Umgang mit ihrer Familie, mit ihren Freunden, bei Reisen und anderen Aktivitäten. Man kann, wenn man bereit und sensibel genug ist, sich darauf einzulassen, telepathisch mit Sieglinde Ludes kommunizieren. Unser gemeinsamer Freund, der kubanisch-us-amerikanische Künstler Robert Alejandro Chi, der heute sicher kein Zufall seinen 40. Geburtstag in seiner Wahl-Heimat New York begeht, verfügt über eine Seelenverwandschaft und Verbundenheit mit Sieglinde. Das mentale Interface ist das Kunstverständnis der beiden und ihre Fähigkeit, die Umwelt und das Erleben von Kunst und Kultur in ihr Innerstes zu bannen. Unvergessen bleibt mir als Beoachter der Besuch der Isimiake-Ausstellung in der NYer ACE Gallery vor einigen Jahren. Sieglinde und Robert schwebten durch die weitläufigen Ausstellungsräume mit ihren multimedialen Inszenierungen. Ihr Dialog hatte etwas von zwei mikrokosmos-ähnlichen Gebilden oder Himmelskörpern , die ihr Weltbild mental auf den anderen transferieren, verinnerlichen und bewerten und dann wieder zurück übertragen. Wenn es uns hier, in Bern, in dieser gelungenen Ausstellung, im Dialog mit Sieglinde Ludes Kunst gelingen mag, auch nur einen Bruchteil dieses intensiven Sinnesaustausches im Dialog mit Sieglinde Ludes Kunst zu erhaschen, könnten wir mehr als glücklich sein. Es macht unser Leben reicher und uns selbst unendlich sensibler für das Erfahren unseres Selbst. Um meine kurze, sehr persönliche Betrachtung abzuschließen: Sieglindes Kunst ist für mich ganz ohne Beispiel. Ganz eigen. Ganz archaisch, ganz anrührend, ganz autark (eben wie sie selbst als Persönlichkeit). Man mag eigentlich nicht darüber reden, sondern Sieglindes Kunst erleben, mit den Augen, mit den Sinnen und noch lieber im Gespräch mit Sieglinde selbst. Nachtrag: Sieglinde ist dank ihres Freundes Roberts rund um die Welt und rund um die Uhr präsent. Er hat in einzigartiger Weise Sieglinde und ihre Kunst im Internet auf unserer zeitenwende.com-Website inszeniert. |
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Aktionen und Planung 2003 18. Januar bis 9. März: 16. Februar: 14. März: Typotron-Heft Nummer 20 präsentiert die Lithografie-Werkstatt des Schweizer Urban Stoob. Steine sprechen. Steine schreiben Geschichte(n). Die Kunst vom Stein ganz besonders. Die St. Galler Urban Stoob, der Steindrucker, und Rolf Stehle, der typografisch passionierte und versierte Verleger der legendären Typotron-Hefte, beleben den Geist von Aloys Senefelder, dem Erfinder des chemischen Druck vom Solnhofener Stein. In der Gutenberg-Stadt Mainz zeigen die beiden Schweizer, wie Kunst-Druck und Druck-Kunst harmonieren. Begleitet werden sie von Kaspar Mühlemann, dem Buchgestalter. Grussworte spricht der Mainzer Andreas Weber, Beirat der Internationalen Senefelder-Stiftung. Dr. Otto Martin erläutert, welche weiteren Ausstellung der Druckladen zum Thema Steindruck plant. 25. Mai bis 4. Juli 2003: 29. bis 31. Mai 2003: 31. Mai: 7./8. Juni: Oktober/November (Kooperationsprojekt): Neue Online-Publikationen bei zeitenwende.com: Pfälzische Sezession (Januar 2002) |